E-Autos: Einbau von Ladestationen bald einfacher

11. April 2019

Ob nun Mieter oder Mitglied einer WEG, vor der Anschaffung eines E-Autos stehen viele Überlegungen im Raum – insbesondere die der Lade-Infrastruktur. Und gerade hier soll es künftig leichter werden.

Justizministerin Katarina Barley verspricht: Das Eigentumsrecht soll entsprechend durchdacht werden, um es auch Mietern und Wohnungseigentümern leichter zu machen, ihr E-Auto zu laden. Denn der Einbau von Ladesäulen dürfe nicht an komplizierten Regelungen scheitern, so die SPD-Politikerin.

Aktuell: WEG kann Einbau einer Ladesäule durch einfache Abstimmung verhindern

Rechtssicherheit soll her – um weitere Fälle zu vermeiden wie diesen des Landgerichts München, wo 2016 einem WEG-Mitglied das Recht verwehrt wurde, auf eigene Kosten in der Tiefgarage eine Ladestation einzurichten. Die anderen WEG-Eigentümer hatten den Antrag mehrheitlich abgelehnt (LG München I, Urteil vom 21. Januar 2016, 36 S 2041/15 WEG).

Mögliche Lösung

Bisher mussten oft sogar alle Wohnungseigentümer einer WEG der Installation einer Ladesäule zustimmen. Diese Hürde müsste gesenkt werden, fordert auch Haus & Grund. Eine Lösung dafür wäre, den Einbau als Modernisierung zu rechnen. Damit würde zumindest eine doppelt qualifizierte Mehrheit genügen. Das heißt: Es müssten drei Viertel der Eigentümer zustimmen, die mehr als die Hälfte der Miteigentumsanteile repräsentieren.

Auch finanzielle Förderung in Sicht

Die CDU geht sogar einen Schritt weiter und möchte für die Förderung des Baus privater Ladestationen eine Milliarde Euro zusätzlich bereitstellen. Das bedeutet, der Staat würde dann bis zu 50 Prozent der Kosten übernehmen. Dies ließe sich unter Umständen noch kombinieren mit weiteren Fördermaßnahmen für Solarzellen, die zum Laden des Autos dienen könnten.

Zusätzlich zu privater Initiative sollen in den Städten noch mehr öffentlich zugängliche Ladestationen errichtet werden, um dem Klimaziel 2030 näherzukommen. Dies würde auch die Akzeptanz von Privatleuten erhöhen.

Bisher geringer Marktanteil

Bisher haben E-Autos (nach Zahlen des Kraftfahrt-Bundesamtes) lediglich einen geringen Marktanteil in Deutschland. Bei insgesamt 57,3 Millionen Kraftfahrzeugen waren es 2018 rund 83.000 E-Autos und 341.000 Hybride. Ein Grund für die niedrige Akzeptanz ist die fehlende Infrastruktur, aber auch der hohe Preis und die teilweise geringe Reichweite spielen eine Rolle. Allerdings wurde jüngst eine neue Batterie vorgestellt, mit der die PKW eine Reichweite von bis zu 1000 Kilometern erreichen sollen.


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